Totes Meer

Nach zwei Tagen am Roten Meer fuhren wir durch die Wüste Richtung Totes Meer, welches sich 400 Meter unter dem Meeresspiegel befindet. Dort ging es natürlich direkt ins Meer, welches so salzig ist, das der kleinste Spritzer ins Auge höllisch brennt. Das Schwimmen, wie aber auch das Untergehen ist unmöglich. Eine wirklich besondere Erfahrung.

Natürlich gibt es in der Umgebung des Toten Meeres noch weitere interessante Sachen zu sehen. Aus diesem Grund haben wir beschlossen, die heisse Quellen Hammamat Ma’in und den Mount Nebo anzuschauen. Die warmen Wasserfälle waren leider viel zu heiss zum Baden und sind zurzeit eher zum Kochen zu gebrauchen. Auf dem Mount Nebo hat man einen wunderschönen Blick über das Tote Meer und Israel (bei klarem Wetter bis Jerusalem).

Heute fahren wir nach Amman um dann morgen unseren Rückflug anzutreten.

Natürlich haben wir wieder ein paar Bilder bereitgestellt.

Siegesfeier Wadi Rum

Direkt nachdem wir in Jordanien angekommen sind, haben wir gleich unser Mietauto in Empfang genommen. Wir sind dann von Amman nach Aqaba ans Rote Meer gefahren. Das Wetter hat uns kühl (für jordanische Verhältnisse) und sogar mit ein paar Regentropfen empfangen. Aber je weiter wir in den Süden kamen umso wärmer und schöner wurde es. Der erste Eindruck von Jordanien hat uns überwältigt – Das Land ist wunderschön und die Menschen sind sehr freundlich.

In Aqaba übernachteten alle Rallyeteilnehmer eine Nacht im Radisson Blue Hotel Tala Bay. Am nächsten Tag ging es dann direkt nach Petra, der grossartigen Felsenstadt. Wunderschön und riesengross ist dieses Weltkulturerbe. Ein Muss, für jeden Jordanienbesuch. Wir haben uns viel Zeit  gelassen, sind viel gelaufen und haben sehr viel von Petra gesehen.

Gegen Abend sind wir dann ins Wadi Rum gefahren. Dieses Wüstental ist vor allem durch  „Lawrence von Arabien“ bekannt geworden. Die Siegerehrung fand dann dort in einem Wüstencamp statt. Wir haben das Kamel leider nicht gewonnen  L – aber dennoch war die Siegesfeier sehr schön. Unter dem Sternenhimmel der Wüste mit jordanischem Essen und arabischer Musik dauerte die Feier bis spät in die Nacht. Hundemüde verkrochen wir uns irgendwann  in unsere Zelte.

Nun sind wir für zwei Tage in Aqaba am Relaxen. Im Moment ist es am Tag über 30° und abends sind es angenehme 24°.

Als wir uns heute Abend gegen 20.00 Uhr auf den Weg in die Stadt machten um etwas zu essen wurden wir von einem Sandsturm überrascht. Ein wirklich eindrückliches und vor allem für uns vollkommen unbekanntes Ereignis. Im Moment liegt die komplette Stadt unter einer dünnen Staubschicht begraben. Stellenweise konnte man nur noch 20 Meter weit sehen.

 

Baku und Autoabgabe

Bei unserer Fahrt nach Baku haben uns hunderte von Auto-, Lastwagenfahrer und Menschen am Strassenrand begeistert zugewinkt. Noch nie wurden wir so nett und enthusiastisch empfangen. Die Aserbaidschaner sind sehr nett und kontaktfreudig.

Heute musste noch schnell die letzte Roadbook-Aufgabe erledigt werden, das war ein Foto vom brennenden Berg Yanar Dag nähe Bakus, welcher seit Jahren aufgrund von natürlichem Erdgasvorkommen brennt. Vorbei an hunderten wenn nicht tausenden von Ölpumpen suchten wir den Ort für die Autoabgabe auf. Dieser lag 40 km südlich von Baku. Zuerst lotste man uns zu einer Feier mit Folkloretänzen bei einer Sehenswürdigkeit (Felszeichnungen) mit Trinken und kleinen Häppchen.

Danach ging die Suche nach dem Abgabeplatz für die Autos los. Wir sind hier nicht mehr in der Türkei und die Polizei ist nicht sehr hilfsbereit. So fanden wir den Parkplatz erst nach mehrmaligem Fragen. Dort erwartete uns das Chaos. Noch waren längst nicht alle Teams da und es herrschte sehr aufgeregte Stimmung (wir nennen es mal so…). Auf alle Fälle wollten wir so schnell wie möglich weg…  Wir entfernten die Nummernschilder der Autos und die sonstigen Andenken, wie z.B. das VW Zeichen, die Glücksbringer, die offiziellen Rallyenummern, etc.  Alle waren sehr traurig unsere treuen Begleiter abgeben zu müssen. Es gab auch Tränen… wir hoffen alle von ganzem Herzen, dass die Autos in die richtigen Hände gelangen; „es chunnt scho guet!“

Nun, mit Nummernschildern bepackt, versuchten wir an der Schnellstrasse ein Taxi zu bekommen. Dieser wollte aber so viel Geld, dass wir uns entschlossen mit dem öffentlichen Bus zu fahren. Das war sehr gemütlich und spannend. Auch im Bus waren die Leute sehr nett und halfen uns gerne weiter um unser Hotel zu finden.

Morgen Montag  geht es um fünf (!!!)  Uhr früh zum Flughafen und dann weiter nach Jordanien. Wir berichten natürlich weiter…  Haben dann hoffentlich etwas mehr Zeit für unseren Blog und die Fotos… (in der Zwischenzeit haben wir Hunderte von Fotos und Videos… da haben wir noch etwas zu tun…)

Vielen Dank für alle Kommentare, wir berichten weiter aus Jordanien! Herzlichst Euer Team 3.

Good Luck Azerbeijan

Wieder sind wir problemlos über die Grenze gekommen, ohne lange Wartezeiten. Nach Georgien sind wir wieder in einer anderen Welt gelandet. Aserbaidschan ist nicht zu vergleichen mit dem ärmlichen Georgien. Die Häuser und Strassen sind einiges moderner. Durch die anstrengende Fahrt suchten wir kurz nach der Grenze ein Hotel und fanden dieses Mal ohne grosse Suche ein nettes Hotel. Mit uns logierten noch einige andere Teams. So erfuhren wir, dass sich am 7. Mai in Aserbaidschan ein Erdbeben ereignet hat. Das Epizentrum lag in der Nähe unseres Dorfes und hat einige Schäden angerichtet. So traf es einen Ort 10 km weiter besonders schlimm, und die Teams beschlossen, all ihre nicht mehr benötigten Sachen dort vorbei zu bringen.  Wir hatten noch viele Esswaren, Klappstühle, Schlafsäcke, Mätteli, Käppis etc.

Am nächsten Tag machten wir uns auf die Suche nach diesem Zeltlager und fanden es auch auf Anhieb. Dort wurden wir fast überrannt. Die Dorfbewohner rissen sich um die verteilten Sachen. Sehr dankbar und freundlich nahmen sie die Sachen entgegen. Wir zeigten ihnen wie der Gaskocher funktioniert und erklärten das Machen von „Pannekoek“. Wir sind sicher, alle unseren Sachen sind an einem Guten Ort gelandet.

Nachher ging es  mit viel weniger Gepäck weiter. Wir hatten jedoch noch Pieters alte Golfschläger und fanden auch bald ein geeignetes Green zum Üben.  Die Versuche waren vielversprechend, das Pferd hat es auch unbeschadet überlebt.

Gegen Abend erreichten wir Baku. Im Gegensatz zum restlichen Land sehr verkehrsreich und hektisch. Nun müssen schweren Herzens die Autos leergeräumt werden. Es wird noch Tränen geben, wenn wir die Autos heute abgeben….

Chuchichäschtli-Oriental Team erreicht Baku !!!!!

Das Chuchichäschtli-Oriental Team ist heute gegen 20.30 Uhr Ortszeit mit allen drei Passats aus eigener Motorkraft in Baku angekommen. WE DID IT !!!!!

Weitere Infos und Fotos folgen.

Tiflis und Telavi

Da wir zwei Nächte in Tiflis waren, konnten wir das Auto mal stehen lassen. Darüber war auch keiner unglücklich, denn der Fahrstil der Georgier ist sehr anstrengend. So erkundeten wir die Stadt zu Fuss. Da unser Hotel ein wenig ausserhalb liegt, wurden etliche Kilometer zurückgelegt. Die Stadt versucht sich vordergründig modern zu geben. Schaut man aber genauer hin, so gelingt das nur zeitweise. Georgien ist arm, und auch Tiflis ist hiervon nicht ausgenommen. Die Hilfe hätte Georgien bitter nötig.

Wir wollten eigentlich den Berg mit dem Fernsehturm, welcher wie ein kleiner Eifelturm aussieht, mit einer Standseilbahn erklimmen. Als wir endlich die Talstation gefunden hatten, mussten wir erkennen, dass sich diese Bahn wohl seit Jahren nicht mehr bewegt hat. Komisch, denn auf diesem Hügel steht auch noch ein Riesenrad. Zu Fuss ist das leider nicht so schnell zu machen, und so sind wir wieder in die Stadt zurückgelaufen. Ein Teil von uns besuchte die drittgrösste orthodoxe Kirche der Welt , während der andere Teil mit einem Bierstopp Tiflis weiter unsicher machten.

Am Morgen verliessen wir Tiflis Richtung Telavi, berühmt für seinen georgischen Wein. Der Weg dahin führte über eine wichtige Umgehungsstrasse von Tiflis mit vielen Trucks. Nur seltsam war, dass sie über lange Strecken nicht geteert und nur mit knapp 20 km/h befahren werden konnte.

In Telavi angekommen, suchten wir die Universität, um die mitgenommenen Werkzeuge, Laptop etc. abzugeben. Auch dieses Städtchen ist sehr arm.  Hier ist die Hilfe sicher am richtigen Ort. Dankbar nehmen sie alle Geschenke an.

Zuerst wollten wir hier übernachten, aber plötzlich wurde uns bewusst, dass das mit der Abgabe des Autos und dem Zusammenpacken unserer Sachen knapp werden könnte. So fuhren wir weiter Richtung georgisch-aserbaidschanische Grenze.

Welcome to Georgia

Die georgische Grenze konnten wir auch ohne grosse Wartezeiten überwinden. Nur die Bank an der Grenze war auf den grossen Andrang (alle Rallye Autos mussten über die gleiche Grenze) nicht vorbereitet und war in kürzester Zeit leer geräumt.

Wir beschlossen gleichentags bis Tiflis, Hauptstadt von Georgien, zu fahren. Die 200 km waren gut zu fahren und wir sind um halb elf in Tiflis angekommen. Nun ging die Suche nach einem Hotel oder Guesthouse los. Dies war aber ein schwieriges Unterfangen, denn die Strassen waren oft nur in georgischer Schrift angeschrieben und ausser den grossen Hotelketten wie Radisson oder Sheraton war keines so schnell zu erkennen. Zudem waren alle Hotel immens teuer und das geht gegen die Regeln der Rallye. Irgendwann fanden wir ein kleines Hotel mit dem grossartigen Namen “Grand Hotel”. Leider ist da nur der Name “Grand” gross. Von aussen ganz ansprechbar, ist drinnen die Zeit vor mindestens 30 Jahren stehen geblieben…

Autofahren ist nicht einfach in Tiflis. Die Georgier fahren ohne Limit und Verstand. Mit 100 Sachen in den Kreisel, kein Abbremsen oder Blinken. Wir wehrten uns mit Volllicht und Dauerhupen… Das Überqueren von Strassen als Fussgänger ist fast unmöglich. Die Polizei ist überall, aber ausser mit Blaulicht herumfahren unternehmen sie nichts! Zudem ist die Stadt irgendwie in den Händen von Taxifahrern. Wollten wir mal kurz anhalten um den Stadtplan zu studieren, wurden wir umgehend „verjagt“, es seien Parkplätze für Taxis oder Halteverbote.

Noch konnten wir keine Freundschaft mit Tiflis schliessen. Zu sehr ist die Stadt anders als alles bisher gekannte. Die Menschen hier sind sehr zurückhaltend, irgendwie desinteressiert und auf den ersten Blick nicht sehr gastfreundlich.

Letzte Tage in der Türkei

Von der Schwarzmeerküste sind wir nun in das Hochland von Ostanatolien gefahren. Eine riesige Ebene auf 1‘800 M.  Die Landschaft ist traumhaft,  fast ähnlich der Mongolei. Viele Schafe, Kühe und Pferde weiden auf den riesigen Flächen, immer wohl behütet von Hirten und Hunden.

Wir haben eine weiten Umweg auf uns genommen, nur um den Berg Ararat zu sehen. Es hat sich aber gelohnt – der Berg präsentierte sich von seiner schönsten Seite. Nach dieser Fahrt sind wir erst um 9 Uhr abends bei strömenden Regen in Kars nahe der türkisch-armenischen Grenze angekommen. Dort richteten wir trotz des Regens unser „Wohnzimmer“ ein, assen etwas, um nachher todmüde und durchgefroren (es waren nur noch 8°) in unseren Autos schlafen zu gehen.

Der nächste Tag führte uns nahe zur armenischen Grenze. Wir mussten dort noch eine kleine Roadbook-Aufgabe erledigen. Anschliessend nahmen wir den Weg zur türkisch-georgischen Grenze über einen Pass von 2‘540 m auf uns. Die Türkei bzw. die türkische Polizei war wieder perfekt organisiert.  Sie standen an jeder Kreuzung und wiesen uns den Weg. Ebenso war der Ablauf an der  türkischen Grenze gut organisiert. Innerhalb kürzester Zeit hatten wir alle benötigten Stempel und konnten aus der Türkei ausreisen.  Respekt vor dieser Organisation und vielen Dank.

Schlammschlacht und viel Polizei

Wieder haben wir viel erlebt. Vorgestern wurden wir nach einer kleinen navigatorischen Unsicherheit von der türkischen Polizei aus der Stadt eskortiert. Ausserhalb der Stadt wurden wir an ein anderes Polizeiauto übergeben, StaPo an KaPo (für nicht Schweizer, Stadtpolizei an Kantonspolizei) sozusagen. Diese fuhren uns -mit Blaulicht versteht sich – und einer leicht überhöhten Geschwindigkeit noch einige Kilometer voraus.  Endlich am Ziel angekommen, wollten wir uns unbedingt wieder mal ein Hotel leisten.  Aber der kleine Ort (Bogazkale/Corum) war mit den vielen Rallye-Teilnehmern ein wenig überfüllt. Trotzdem ergatterten wir ein Doppelzimmer. Das mehr Leute rein und rausgingen fiel den leicht überforderten Hotelangestellten überhaupt nicht auf. Aufgrund des grossen Andrangs an den Duschen, brach zudem die ganze Wasserversorgung des Hotels zusammen. Ein On/Off Duschen mit längeren Pausen war angesagt.

Am nächsten Tag gab es eine Sonderprüfung. Hier musste so schnell wie möglich eine vorgegebene Strecke abgefahren werden. Diese fand praktisch nur auf Schotterpisten und Feldwegen statt. Durch den Regen wurden diese Feldwege durch dicken Schlamm bedeckt. Das war natürlich für die Jungs ein Heidenspass. Da die Strecke auch durch Dörfer und öffentliche Strasse führte, sperrte die Polizei alles ab. Ein Grossaufgebot von Polizei  und eine top Organisation!

Weiter ging’s nach Samsun am Schwarzen Meer. Das Fahrerlager lag wieder am Meer und wurde fast wie immer mit einem kleinen Fest begleitet. Zudem gab es gleichzeitig noch ein Classic Autotreffen. Die vielen Besucher glaubten jedoch, wir gehörten dazu. So wollte einer unbedingt unser Motor haben. Er hat dafür extra einen deutsch sprechenden Türken gesucht und war sehr enttäuscht, dass der Deal nicht zustande kam.

Nun sind wir bereits in der Nähe von Trapzon. Von hier geht es weiter östlich zuerst zum Berg Ararat und anschliessend nach Kars. Eine sehr lange Strecke. Leider regnet es wieder und ob wir den Berg überhaupt sehen ist fraglich. Aber landschaftlich werden wir bestimmt entschädigt. Die Türkei ist so vielfältig und unglaublich schön.

Der Rallyetross zieht weiter…

Hallo zusammen. Nach zwei etwas ruhigeren Tagen in Istanbul hat sich gestern Abend der Rallyetross wieder in Richtung Osten in Bewegung gesetzt. Nach einigen Reden von Ministern, dem Bürgermeister von Istanbul uns sonstigen scheinbar sehr wichtigen Personen gab es einen Le Mans Start vom Fahrerlager bei der blauen Moschee. Von dort ging es dann zum Terminal der Bosporusfähren. Wer schon einmal in Istanbul war und den Verkehr während der Rush Hour erlebt hat, kann sich sicher vorstellen, welches Chaos diese Aktion zur Folge hatte. Die Nacht vom 4. auf den 5. Mai haben wir im Fahrerlager in Izmit (nicht zu verwechseln mit Ismir) in den Autos direkt am Meer vebracht. Heute Morgen ging es dann mit Polizeiescorte (in D oder der CH absolut unvorstellbar) zur Rennstrecke (welches nicht die Formel 1 Rennstrecke war). Dort musste eine schnelle Runde absolviert werden, was ja für uns kein Problem darstellt. Nun sind wir auf dem Weg nach Corum. Dieser Ort liegt ca. 600 KM östlich von Istanbul. Im Moment haben wir sicher noch ca. 400 KM zu fahren. Da die Strassen in der Türkei meist sehr gut sind und unsere 3 Passats im Moment ohne Probelme laufen (Babs & Pieter haben übrigens vor ca. 10 Minuten die 270.000 KM geknackt) sollte auch das keine allzu grosse Sache werden.

Wir halten Euch auf dem Laufenden..

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